Mallorca, die größte Insel der Balearen, bietet nicht nur ein angenehmes Klima, sondern dank der abwechslungsreichen Landschaften mit Gebirgen und weiten Ebenen auch ideale Voraussetzungen für den Radsport. In den letzten Jahren ist die Insel zu einem echten Hotspot für Radfahrer avanciert und Hobbyfahrer wie Profis sind das ganze Jahr über auf ihren Rädern auf der gesamten Insel unterwegs.

Das milde Klima der Insel, aber auch die steilen, verkehrsarmen Straßen ziehen Radsportler aus ganz Europa an, die sich hier ideal auf die kommende Radsaison vorbereiten können. Vor allem Profisportler haben Mallorca schon lange für sich entdeckt und absolvieren auf der Insel ihre Trainingseinheiten. Wer anspruchsvolle Berganstiege und langgezogene flache Etappen bevorzugt und dabei auch noch in den Genuss von spektakulären Aussichten auf das Mittelmeer und die mediterrane Landschaft kommen möchte, ist als Radfahrer auf Mallorca genau richtig aufgehoben.

Die mallorquinische Radsaison beginnt schon sehr früh im Jahr. Bereits Ende Januar liegen die Temperaturen zwischen angenehmen 17 bis 23 Grad. Im Sommer wird es hingegen oft zu heiß für ausgedehnte Touren.

Die Insel bietet für jeden Radfahrer die passenden Touren. Wer es lieber gemütlich angeht und ohne große Anstiege radeln möchte, findet im Süden etliche ebene Radwege und ruhige Nebenstraßen durch Orangen- und Olivenhaine und kann zwischendurch immer wieder einen Abstecher an die Strände machen. Wer die Herausforderung sucht, kann im Inselinneren, der sogenannten Es Pla, und im hügeligen Norden in die Pedale treten. Durch das unberührte Bergland der Serra de Tramutana führen Radrouten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Dort gibt es abwechslungsreiche Bergetappen mit teilweise sehr steilen und anspruchsvollen Anstiegen.

Da der mallorquinische Radtourismus seit Jahren boomt, sind die Routen auf der Insel mittlerweile größtenteils beschildert. Es gibt aber trotzdem noch den einen oder anderen Geheimtipp, bei dem man sich den Radweg nicht mit vielen anderen Touristen teilen muss.

Zu den neu ausgebauten Radwegen gehört der Via Verde zwischen Manacor und Artà. Für die Route wurde eine ehemalige Eisenbahntrasse zu einem knapp 30 Kilometer langen Rad- und Wanderweg ausgebaut. Die Strecke verläuft größtenteils eben und passiert Schafweiden, Mandel- und Orangenplantagen. Entlang der Route befinden sich die ehemaligen Bahnhöfe, die restauriert wurden und zur Rast einladen.

Man muss nicht unbedingt sein eigenes Rad mit nach Mallorca bringen – auf der Insel gibt es zahlreiche Radstationen und Radsportveranstalter, bei denen man sich Räder ausleihen kann. Die Radstation Iberostar in Playa de Muro zählt zu den größten Verleihern der Insel. Wer lieber sein eigenes Rad mitbringen möchte, sollte darauf achten, dass das Rad rechtzeitig bei der Fluggesellschaft angemeldet wird und für den Flug verpackt werden muss.

Was benötigt ihr außerdem für euren Radurlaub auf Mallorca? Für den Notfall solltest du immer einen Ersatzschlauch und Flickzeug dabei haben. Auch eine Luftpumpe im Gepäck kann die Radtour gegebenenfalls retten. Auch Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor, eine Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung gehören ins Gepäck. Als Kleidung empfiehlt sich ein atmungsaktives Radtrikot oder ein dünnes Shirt und eine kurze Hose. Und ganz wichtig: den Fahrradhelm nicht vergessen! Zur Orientierung ist auch das passende Kartenmaterial nötig. Von KOMPASS gibt es eine spezielle Karten-App für Mallorca. Das Kartenmateriel der App deckt die komplette Insel ab – so könnt ihr euch garantiert nicht verfahren. Wer lieber Print-Radkarten nutzt, wird in unserem KOMPASS-Shop fündig, hier gibt den KOMPASS-Fahrradführer Mallorca.