Malta besteht aus drei bewohnten und drei unbewohnten Inseln, die drei bewohnten Inseln sind Malta, Gozo und Comino. Dieses Inselarchipel liegt ungefähr 95 Kilometer südlich von Sizilien im Mittelmeer. Die Insel Malta ist 27 km lang und 14 km breit, Gozo ist nur etwa halb so groß und Comino bringt es auf gerade einmal zweieinhalb Quadratkilometer. Wenn im nördlichen Europa der kalte Winter herrscht, ist es auf Malta am schönsten. Dann werden die Inseln werden nach dem heißen, trockenen Sommer wieder grün und ab Januar sprießen schon wieder die ersten Blüten. Eis und Schnee gibt es auf der Insel nicht und selbst während der Wintermonate sinken die Temperaturen nie unter zehn Grad. Allerdings ist es zu dieser Jahreszeit oft windig. Dennoch bieten der maltesische Winter und Frühjahr das ideale Wanderwetter. Im März und April hält der Frühling Einzug auf den Inseln – dann regnet es auch nicht mehr so oft.

Auf den Inseln findet ihr eine naturbelassene Landschaft, die sich zu Fuß wunderbar erobern lässt. Gleichzeitig können die Zeugen der rund 7.000-jährigen Geschichte der Inseln besichtigt werden.

Wandern auf der Insel Malta

Auf Malta gibt es ein gut ausgebautes Netz von Wanderwegen, Landstraßen und kleinen Pfaden. Die meisten Wege führen an der Küste lang, dort hat man bei der Wanderung einen fantastischen Ausblick auf das Mittelmeer.

Wer unberührte Pfade sucht, sollte an der Westküste der Insel wandern. Von Dingli, das im Südwesten liegt, bis Cirkewwa im Nordwesten ziehen sich hier Wanderwege an der Küste entlang. Wer die Stadt Dingli besucht, sollte unbedingt einen Abstecher zu den in der Nähe gelegenen Buskett Gardens, dem mit 30 Hektar größten Wald Maltas, machen. Ein Teil des Waldes machen Orangenbäume aus, die auch genutzt werden. Im Norden wird der Wald durch den Verdala Palace begrenzt. Dieses 1586 errichtete Gebäude ist die offizielle Residenz des Präsidenten der Republik.

In den Wintermonaten bieten die maltesischen Inseln wunderschöne Wanderungen

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Neben der Natur gibt es auf der Insel auch einige sehenswerte Städte. Mosta beherbergt die Wallfahrtskirche Rotunda von Mosta (auch „Kirche Maria Himmelfahrt“ genannt), deren Kuppel einen Durchmesser von 39 Metern hat. Den Innenraum zieren Wandmalereien von Guiseppe Cali. Mdina ist nicht nur die frühere Hauptstadt, sondern auch eine mittelalterliche Festungsstadt. Im Kathedralmuseum können Originaldrucke von Albrecht Dürer besichtigt werden. Die Vorstadt Rabat liegt direkt vor den Mauern Mdinas und wurde zur Zeit der Araberherrschaft erbaut. Der heutige Regierungssitz der Insel ist Valletta. Hier können Paläste, Kirchen und Festungsmauern besichtigt werden, aber auch eine ausgedehnte Shopping-Tour ist hier als Abwechslung zur Wanderung möglich.

Gozo als Wanderdestination

Auch Gozo eignet sich im Winter und Frühling für einen Wanderurlaub. Hier findet ihr eine unberührte, bergige Landschaft. Da die Insel so klein ist, dass man sie innerhalb von einem Tag besichtigen kann. Es lohnt sich aber durchaus auch, einige Tage hier zu verbringen. Genügend Unterkünfte gibt es, außerdem eine gute Verkehrsanbindung. Besonders schön ist es auf Gozo zwischen Herbst und dem späten Frühling. Dann steht die sonst karge Vegetation in voller Blüte, überall blühen Wildblumen und Kräuter.

Das kleine Eiland Comino entdecken

Diese winzige Insel hat durchaus Sehenswertes zu bieten. Fährverbindungen gibt es von Malta und von Gozo aus. Auf der Südost-Seite der Insel findet sich der 1618 erbaute, zwölf Meter hohen „Santa Marija Tower„. Von hier aus bietet sich ein toller Blick auf Malta und die „Blaue Lagune“. Letztere ist ein 120 Meter breiter Wasserstreifen zwischen Comino und dem Riff Cominotto. Das Wasser ist glasklar und schillert in den unterschiedlichsten Türkistönen. Außerdem kann die „Santa Marija Gun Battery“ besichtigt werden, eine Verteidigungsanlage in der vier historische Kanonen ausgestellt werden.

Veröffentlicht am 15. Dezember 2015