Norden Sie sich ein!

Zum kartografischen Grundwissen gehört ein wenig Theorie und viel Praxis. Am lustvollsten erlernt man den Umgang mit der Wanderkarte natürlich unterwegs. Man ist immer wieder überrascht, wie sich einem die Natur erschließt, von der man sich zuvor ein abstraktes Bild geschaffen hat. Auch macht es großen Spaß, wenn man unterwegs öfters seinen Standpunkt mit der Karte und der Tourenplanung abgleicht, Dinge voraussehen kann und versteckte Schönheiten aufspürt.

Vom Standpunkt zum Zielpunkt

Karten sind in der Regel so gezeichnet, dass Norden am oberen Rand liegt. Bei leserichtiger Haltung steht der Betrachter also im Süden. Im Gelände sollte man die Karte an der Landschaft ausrichten, d.h. sie so legen, dass sie mit markanten Punkten der Umgebung übereinstimmt. Straßen, Bahnlinien, Bachläufe oder die Spitze eines Kirchturms können somit richtungsweisend werden.
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Bei Schönwetter lassen sich mittels Sonnenstand und Armbanduhr sehr leicht die Himmelsrichtungen bestimmen! Man richtet den Stundenzeiger der Uhr auf die Sonne und halbiert den Winkel zwischen der Sonne und der Zahl 12. Auf diesem Punkt liegt Süden. Man kann nun die Wanderkarte ausrichten und durch Vergleich mit der Umgebung problemlos die aktuelle Position ausmachen.

Eine exakte Navigation ermöglichen natürlich Kompass und Wanderkarte zusammen! Die Angleichung der Karte an die Himmelsrichtungen im Gelände erfolgt durch Positionierung der Anlegekante des Kompasses am Kartenrand. Wenn die Nordspitze der Magnetnadel auf die Deklinationsmarke zeigt und der Richtungspfeil zum Nord-Rand der Karte weist, ist die Karte "eingenordet". Jetzt lassen sich bereits alle angepeilten Ziele errechnen.

Eine Linie vom Standort zum Ziel steht in einem bestimmten Winkel zur Nord-Süd-Linie, welche ebenfalls durch den Standort läuft. Der Wert dieses Winkels kann durch den an der Ziellinie angelegten Kompass mit seiner beweglichen Magnetnadeldose abgelesen werden. Dieser gefundene Richtungswinkel wird mit dem Kompass direkt vor dem Auge in der Landschaft anvisiert. Der schwenkbare Peilspiegel zeigt die eingestellte Richtungszahl, man dreht sich bis die Magnetnadel nach Norden zeigt. Das Visier zeigt über den Richtungspfeil das angepeilte Ziel – die Marschrichtung ist bestimmt!

Natürlich funktioniert dieser Vorgang auch umgekehrt: der Richtungswinkel zu einem mit dem Kompass anvisierten Ziel lässt sich an der Windrose klar ablesen und in den Routenverlauf integrieren.

Das Angebot an Marschkompassen ist sehr groß. Vom kleinen Schlüsselringmodell bis zum futuristischen Präzisionsgerät für Nord- und Südhalbkugel. Schwimmkompasse sind ebenso zu haben wie Empfänger zur Satelliten-Navigation. Feldstecher und elektronischer Höhenmesser verstärken natürlich die Weitsicht.

Eine eingehende Beschäftigung mit der faszinierenden Technik des Navigierens im Gelände belohnt zum einen mit einer sicheren Heimkehr, zum anderen mit jenem unvergleichlichen Gefühl der Unabhängigkeit.

Wetter

Wetter heute in Napoli (17m)
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Temp. max: 20°
Ein strahlend schöner Tag, Wolken sind so gut wie keine zu sehen.
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