Anspruchsvolle Plateauroute durch den Nationalpark

Ausblick Jenner 462 02

 

Tourdaten

Schwierigkeit: schwer. Gute Kondition, Orientierungsvermögen, Erfahrung und Skisicherheit (v. a. Abfahrt) sind Voraussetzung.

Lawinengefahr: hoch (meist Abfahrten)

Beste Jahreszeit: um April

Exposition: alle Richtungen

Aufstiegslänge:
40 km, 2850 Hm, 2 Tage (10 Std. + 7 Std.) + Aufstieg Stahlhaus von Hinterbrand/ Auffahrt Jennerbahn

Tourencharakter: Die Plateaurunde führt mehr oder weniger an der bayerisch- salzburgischen Grenze um Königssee (Hagengebirge und Steinernes Meer auf Skiern) und Watzmannmassiv (Wimbachtal großteils zu Fuß). Die weiten Ausblicke und nahen Berg- oder Seeblicke wechseln mit dem Vorankommen.

Talort: Berchtesgaden (571 m)

Ausgangspunkt: Am zentralen Kreisverkehr kurz Richtung Königssee, dann links ein Sträßchen hinauf über Hinterbrand zum Parkplatz, 1130 m. Für die Tagestour der Kleinen Reib’n gerade weiter zum Parkplatz Jennerbahn und mit dieser hoch zum Jenner.

Einkehr/Übernachtung: Stahlhaus (Carl-von-Stahl-Haus; 1733 m), ÖAV, bewirtet ganzjährig (außer 24.12.), 104 Schlafplätze, Tel. 08652/ 2752, www.Carl-von-Stahl-Haus.com; Kärlingerhaus (am Funtensee; 1630 m), DAV, bewirtet um Ostern und Mitte Mai bis Mitte Oktober, 232 Schlafplätze (Winterraum 30 Plätze), Tel. 08652/2995 (Tal 08652/2796), www.dav-berchtesgaden.de.

Route

Richtung Stahlhaus auf breitem Wanderweg durch Wald südwärts auf und ab und nach einer Bachbrücke kurz auf den Fahrweg Richtung Mittelstation der Jennerbahn. Links (südostwärts) über eine Almwiese/Piste gerade hinauf zu einem Fahrweg (1440 m) und auf diesem mit Skiern links (ostwärts) Richtung Mitterkaser-Alm. Oberhalb dieser südwärts hinauf zu einem Kamm (rechts zum Jenner), kurz links auf dessen Ziehweg entlang und rechts vom Kamm ab (1720 m, Schild) auf den Sommerweg Richtung Schneibsteinhaus/Stahlhaus. Insgesamt abfallende Südhangquerung südostwärts und oberhalb vom Schneibsteinhaus nordostwärts aufwärts zum Carl-von-Stahl-Haus am Torrener Joch (1733 m, 650 Hm, 2 Std., Übernachtung).

Tag 1

Auf flachem Kamm südwärts, links vom Teufelsgemäuer steil hinauf, flach weiter und über eine kurze Steilstufe in Rechts-Links-Schleife unter den Schneibstein. Über den Südwest-Westrücken hinauf (Harscheisen) zum flachen Gipfel neben kleinem Kreuz.

Entlang dem Sommerweg über den Südkamm abfahren und nach Gegenanstieg knapp rechts des Südwestkamms weiter in die Windscharte (2164 m). Aufstieg linksseitig (Trennung von der Kleinen Reib’n) am Osthang des Windschartenkopfs zum Schlumkopf.

Abfahrt ins Schlumschartel und ostseitige Querung links am Hochseeleinkopf südwärts, weitestmöglich unter den Kahlersberg (optional hinterm Gipfel rechts hinauf, 2350 m) und diesen links umgehen.

Südostwärts über das Plateau aufwärts, links des Plateaurands südwärts und östlich des Mittleren Kragenkopfs (2178 m) zu Sattel (2095 m).

In Schieb-/Abfahrtsquerung mit kaum Höhenverlust entlang von Buckeln (knapp 2100 m, meist rechtsseitig, kurze Gegenanstiege) Richtung breiter Flanke des Blünbachkopfs alias Wildalmriedel. Nach kurzer Steilabfahrt in Senke (2100 m, oberhalb Laubseeleingasse), gefolgt von Gegenanstieg und Senke Aufstieg rechtshaltend zu Bärwildalm (Absatz ca. 2100 m) und durch eine steile Mulde hinauf zum Gipfel des Blühnbachkopfs (2268 m; Pause).

Nach steiler Abfahrt südwestwärts und einem Tälchen rechts Querung abwärts und einen Steilkessel hinab zu einem kleinen rechtsseitigen Abbruch, den man man zu Fuß über Grasschrofen oder Fels überwindet. Westwärts talaus fahren, links um Vorsprung queren und den Eisgraben nordwestwärts hinab in einen Einschnitt unter kleiner Felswand. Bei ca. 1800 m links (südwestwärts) um einen Vorsprung queren und zu einem Sattel zwischen Flanke und Felskopf, westwärts hinab und nach einem Felsendurchschlupf unter einem kleinen Wandl (1600 m) links queren unter die Schönfeldwand.

Aufstieg steil südwestwärts in ein steiles Tal und hinauf zum Sattel (ca. 1830 m) vor der Blauen Lacke. Kurz links hoch, südwärts abwärts queren auf ein kleines Hochplateau und in Rechtsschleife auf einen Ostrücken. Aufwärts bis zum linksseitigen Einschnitt der Langen Gasse (in Karte zu früh!) und durch diese steil hinauf zum linksseitigen Ausstieg (Rastfelsen).

A) Unterm Wildalmrotkopfs westwärts queren zum Übergang Niederbrunnsulzen (2368), Abfahrt unterm Grieskogel (Markierungsstangen) und rechts zum Durchgang des Toten Weibls (2087 m). Die folgende Talrinne nordwestwärts hinab.

B) Rechts (nordwestwärts) aufwärts durch einen markanten Einschnitt, rechts hinaus, hinauf zu einer Schulter und Hangquerung in die Steinige Grube. Durch einen Kessel unter den Gipfelaufbau, nordwärts auf einen Absatz, links zu Scharte und über den Kamm rechts zum Funtenseetauern (2578 m); oder direkt den Steilhang rechts hinauf queren. Abfahrt über den Kamm westwärts, die Westflanke ein Stück hinab, unter Felsblöcken links (südwärts) auf einen Rückenabsatz queren und links abwärts ins Ledererkar. Nordwestwärts hinab in die Talrinne.

Weiter: Nach einem Durchschlupf links hinab in den Stuhlgraben und zum Funtensee. Aufqueren zum Kärlingerhaus (1630 m, 1850 Hm, 10 Std., Übernachtung Winterraum).

Tag 2

Vom Kärlingerhaus im Linksbogen durch eine weite Senke südwestwärts und durch steilen lichten Zirben/Lärchen-Wald gestuft hinauf zu einem Sattel (1759 m) nördlich des Viehkogels (2157 m).

Nach kurzer West-Querung links aufwärts und frei nach rechts oberhalb eines Abbruchs in ein Hochtälchen queren, aus dem es links hinauf zu dem Übergang (1876 m) unterhalb des Hirschs (1993 m) geht (Abkürzung erscheint möglich).

Gegenüber nordwestwärts abwärts in ein abflussloses Tal und an dessen Ende hinauf. Linkshaltend vom Sommerweg Richtung Hundstodgatterl ab und in Schleifen um die Plateaubuckel westnordwestwärts aufwärts zu den Grenzköpfen.

Nach Durchschlupf zum Weg Richtung Ingolstädter Haus (Stangen; 2119 m, Winterraum) gerade weiter Richtung Kamm und rechts unter diesem aufqueren zur Hundstodscharte (2220 m) am Fuß des Großen Hundstods (2593 m, Aufstieg zu Fuß möglich).

Nordwestwärts kurz, aber ausgesetzt hinüberqueren (am besten ohne Felle schieben) zum Dießbacheck. Steile Abfahrt nordwestwärts hinab zur Hochwiesalm (840 m).

Auf der anderen Seite über einen markanten Ostrücken hinauf, durch ein Hochtälchen und rechts der sich aufschwingenden Rückenfortsetzung in gestuftem Gelände nordwestwärts hinauf zu einem Kammsattel (alternativ linkshaltend eine Flanke hinauf zum Kammansatz unterm Seehorn, links Ski-Abstecher zum Gipfel, 2321 m, und nordwärts über den Kamm abwärts zum Sattel).

Linksseitig nordostwärts um und auf einen Buckel queren und Abfahrt nordwärts durch eine Mulde zu einer Scharte. Über eine steile Flanke hinab, Linksquerung und noch steiler (über 40°, im Sommer Plattenflucht) hinab in den Loferer Seilergraben.

An dessen Ausgang möglichst weit nordostwärts übers Wimbachgries abwärts und rechts über die Schneise des Mitterflecks ins feste Schotterbett des Wimbachs.

Mit Skiern auf dem Buckel durch dieses talaus, bis ein Fahrweg links hinaus führt.

Auf dem Fahr-/Touristenweg zum ab Ostern bewirteten Wimbachschloss (931 m) und talaus, zum Schluss steil bergab zur Wimbachbrücke (1000 Hm, 7 Std., 620 m, Großparkplatz, Bushaltestelle). Per Bus nach Berchtesgaden und per Anhalter/Taxi (selten Bus) hoch nach Hinterbrand.

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