Mal abgesehen vom APS-System und der digitalen Fotografie gibt es im Kleinbildbereich zwei unterschiedliche Filmtypen: den Negativfilm und den Diafilm.
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Mit dem Negativmaterial verhält es sich relativ einfach: Sie können mit der Belichtung und der Farbwiedergabe kaum etwas falsch machen. Im Labor werden selbst krasse Fehlbelichtungen noch einigermaßen korrigiert, auch Farbwidergabe und Schärfe hängt in großem Maße von den Maschinen im Labor und nicht vom verwendeten Filmmaterial ab. Statt ISO 100 bieten sich hier sogar ISO 200 oder gar ISO 400 Filme an, Schärfe und Korn sind kaum schlechter als bei ISO 100 Filmen und Sie gewinnen eine bzw. zwei Blenden an Spielraum für schlechte Lichtverhältnisse (Siehe auch Bewegung einfrieren und schlechtes Licht).
Mit den Diafilmen wird es schon spannender. Erstens kann man sie auch ohne Abzug beurteilen und anschließend gezielt Vergrößerungen anfertigen lassen. Zweitens lassen sie sich mittels Diaprojektor und Leinwand projizieren (lange, einschläfernde Abende mit Chips und Schockolade). Spaß bei Seite: die Qualität und die Möglichkeiten sind mit dem Diafilm einfach ungleich höher als mit Negativmaterial.
Generell gilt: niedrig empfindliche Filme (ISO 25 und 50) sind eine Nuance schärfer und feinkörniger als höher empfindliche (ISO 100). Was meiner Meinung nach jedoch wichtiger ist als maximale, meßtechnische Schärfe: Die Farbwidergabe des Filmes muss Ihnen gefallen.
Alle Billigfilme und "no-name-Produkte" kann man getrost vergessen. Die Standardfilme der führenden Hersteller jedoch unterscheiden sich in puncto Schärfe und Kontrast nur mehr gering.
Meine persönliche Wahl fiel schon vor Jahren für Landschaften auf den Velvia (angegeben mit ISO 50, effektiv aber nur ISO 40) wegen seiner immensen Schärfe und gewaltigen Farben. Den Sensia, bzw. Provia mit seinen ISO 100 verwende ich für alles andere, vor allem natürlich für Sport, Action und Reportage.





