Viele Maler und Fotografen plazieren ihr Hauptmotiv instinktiv außerhalb der Bildmitte. Der fotografische Laie plaziert sein Motiv erstmal instinktiv in der Bildmitte, egal ob er dabei Füße oder Köpfe abschneidet.
Schon die Griechen haben jedoch ein Grundmuster harmonischer räumlicher Aufteilung entdeckt und als Goldenen Schnitt bezeichnet: Dieser teilt eine Strecke so, daß sich der kleinere zum größeren Abschnitt verhält wie der größere zum gesamten ... Vereinfacht ausgedrückt: Teilt man das Kleinbildformat 24 x 36 diesem Prinzip entsprechend in neun Felder entstehen vier Schnittpunkte, die sich ideal anbieten, um dort das Hauptmotiv zu plazieren.
Einfach in der Anwendung, aber stark in der Wirkung sind Diagonalen. In einer der vier Ecken beginnend können sie das Auge in die Aufnahme hineinführen und – im optimalen Fall – im oder beim Hauptmotiv enden. Beim Biken und Wandern bieten sich natürlich besonders Wege an um sie als spannende Linie mit ins Bild laufen zu lassen. Unschöne Forststraßen kann man übrigends mit der sogenannten "fotogenen Kniebeuge" etwas kaschieren. Bleiben Sie nicht einfach auf dem Weg, sondern gehen Sie ein paar Schritte nach links oder rechts ins Gelände, anschließend ein wenig in die Knie und Sie werden sehen, daß selbst aus einer breiten Schotterstraße optisch ein ganz ansehnlicher Weg wird.





