Action einfrieren
Die gängigste und auch einfachste Form der Actionfotografie ist das Einfrieren von Bewegung mittels einer kurzen Verschlußzeit. Nur was und wie schnell ist Bewegung? Mag für zwei dahinschleichende Wanderer bereits 1/125 Sekunde genügen, für zwei bummelnde Radler 1/250 Sekunde, so sieht die Situation bei extrem schnell bewegten Motiven wieder ganz anders aus: unter 1/500 Sekunde, besser noch 1/1000 Sekunde braucht man bei schnellen Skiabfahrern, das heißt hoher Geschwindigkeit bzw. geringem Abstand zur Kamera, gar nicht anfangen. Je näher das bewegte Objekt mit hoher Geschwindigkeit ist, desto kürzer muß die Verschlußzeit sein. Gerade beim Einfrieren von Bewegung ist es sehr wichtig, den fotogensten Teil der Bewegung festzuhalten. Bei Kameras ohne Motor wird der Fotograf in viel stärkerem Maß zum Beobachten seines Objektes gezwungen. "Sechs Bilder pro Sekunde" verleiten heutzutage viele dazu, nur noch "draufzuhalten". Beobachten Sie deshalb die Haltung und Bewegung der Akteure und drücken Sie auch mit Motor kontrolliert ab.
Der Autofocus
Schon fast zum Standard wurde mittlerweile jedoch das fotografieren mit Autofocus. Die meisten Kameras bieten hier zwei oder drei Systeme an. In der Einstellung "servo" folgt der Autofocus und damit (hoffentlich) die Schärfe dem bewegten Objekt solange der Auslöser gedrückt bleibt. Das heißt Sie können jederzeit während des automatischen fokussierens auslösen. "Intelligente" Kameras berechnen sogar die zurückgelegte Distanz vor, die zwischen Aktivieren des Autofocus, dem finden der Schärfe und letztendlich dem auslösen liegt. Klingt doch super? Die Realität ist leider nicht immer so überwältigend. Wenn ich am Leuchtpult voller Erwartung die Schärfe schnell bewegter Motive kontrolliere, wurde ich schon oft enttäuscht. Leider gibt es sehr viele Faktoren, die das korrekte Arbeiten des Autofocus beeinflussen. Aufwirbelnder Staub, Nebel, Feuchtigkeit auf der Frontlinse des Objektives, ein sich zu schnell und unregelmäßig bewegendes Objekt usw.





