Wer sich zu einem mehrtägigen Ausflug in die Natur begibt und morgens trotzdem nach seinem Kaffee lechzt, der weiß, wie schwierig sich die Zubereitung des koffeinhaltigen Heißgetränks gestalten kann. Aber richtige Kaffejunkies wissen auch, dass es genügend Optionen und Equipment gibt, um auch beim Wandern oder Camping in den Genuss eines guten Kaffees zu kommen. Und allen anderen verraten wir es im Folgenden. Sicherlich sind nicht alle Varianten für eine einwöchige Gipfeltour geeignet – aber das entscheidet am besten jeder für sich (und sein Gepäck).

Kaffee beim Wandern & Campen:
Für die Unkomplizierten

Die einfachste Form der Kaffeezubereitung ist der Instant-Kaffee. Gefriergetrocknetes Kaffeepulver mit heißem Wasser aufgießen, umrühren, fertig. Der Vorteil hierbei ist, dass ihr außer einer Tasse und einem Behälter mit löslichem Kaffee keinen zusätzlichen Ballast tragt. Nachteil: Der Geschmack lässt für die meisten von uns doch etwas zu wünschen übrig.

Eine weitere schnelle Alternative ist die Zubereitung des Heißgetränks wie in „guten alten Zeiten“. Alles, was Ihr dafür tun müsst: Kaffeepulver in den Filter, heißes Wasser darüber, genießen. Der Silikon-Kaffeefilter von GSI ist darüber hinaus wiederverwertbar und damit umweltfreundlich. Zudem lässt er sich einfach zusammenklappen und bequem im Rucksack verstauen. Wer nicht auf Milch und Zucker verzichten möchte, kann auch auf portionierte Kaffeebeutel zurückgreifen, die bereits mit Milchpulver und Süßstoff angereichert sind. Auch hier braucht ihr nicht viel einzupacken, müsst dafür aber in Kauf nehmen, morgens eher einen besonders süßen Cappuccino anstatt eines guten Kaffees zu trinken.

Kaffee beim Wandern & Campen:
Für Vieltrinker

Wer gerne viel Kaffee trinkt und dafür auch etwas mehr Zeit investieren sowie Gepäck auf sich nehmen möchte, ist mit der French-Press-Can gut bedient. Die Cafetière funktioniert nach einem einfachen Prinzip und Ihr könnt euch morgens an einem aromatischen Kaffee in großer Menge erfreuen. Dazu gießt ihr etwas heißes Wasser über das Kaffeepulver, lasst es wenige Sekunden quellen, füllt die Kanne mit dem restlichen Wasser auf und wartet vier Minuten. Dann müsst Ihr nur noch den Stempel mit dem Sieb aufsetzen und ihn langsam nach unten drücken.

Nachteil: Die Kannen bestehen zumeist aus Glas und gehen entsprechend leicht zu Bruch. Die Cafetière „Java Press“ von Relags wirkt hier jedoch mit einer Karaffe aus bruchfestem und leicht zu tragendem Polycarbonat entgegen. Den Kaffee solltet ihr dennoch zügig trinken, da er recht schnell auskühlt.

Wenn ihr einen besonders starken und heißen Kaffee bevorzugt, ist die italienische Espressokanne eine gute Wahl. Sie ist einfach in der Bedienung und zaubert mit einem Druck von drei Bar innerhalb von fünf Minuten einen leckeren und großen Mokka. Möchtet ihr auch zwischendurch nicht auf den Kaffeegenuss verzichten, empfehlen wir euch den Cafflano Klassik All-in-One-Kaffeebecher. Mit integrierter Kaffeemühle, Dauerfilter und einer To-Go-Thermoskanne könnt ihr ohne Weiteres eure Bohnen frisch mahlen, aufbrühen und „für später“ einpacken.

Kaffee beim Wandern & Campen:
Für die Anspruchsvollen

Die Genießer unter euch, die auch während des Camping-Ausfluges nicht auf ihr „flüssiges Gold“ verzichten möchten, kommen mit dem Minipresso GR von Wacao auf ihre Kosten.  Zusammengesetzt wird die kleine Maschine aus einer Espressotasse, einem Auslasskopf, einem Siebträger, einem Portionierer, einem Hauptteil mit Pumpkolben und einem Wassertank mit 70ml Fassungsvermögen. Alle Teile können bequem auseinandergebaut und damit relativ leicht transportiert werden. Der Trick bei dieser Zubereitung besteht darin, den gemahlenen Kaffee gut anzudrücken und ihn dann so lange in einem regelmäßigen Rhythmus in die Tasse zu „pumpen“. Et voilà, fertig ist euer Espresso.

Seid ihr darüber hinaus bereit, etwas mehr Bares für euren morgendlichen Koffeinkick zu investieren und auch ein wenig schwerer zu tragen, ist die Bacchi-Espressomaschine vielleicht die richtige Wahl für euch. Die Dampfmaschine für unterwegs erreicht dank ausgeklügelter Konstruktion mit zwei Wasserbehältern den nötigen Druck von neun Bar sowie die optimale Wassertemperatur von etwa 94 °C für den perfekten Espresso in Barista-Qualität.