Der Extrembersteiger Stephan Siegrist ist bekannt für seine wagemutigen Abenteuer: Ihm gelangen bereits zahlreiche Erstbegehungen in den verschiedensten Gebirgen der Welt, er bestieg schwierige Gipfel wie den Cerro Torre in Patagonien und auch auf der Highline hat er mehrfach sein Können bewiesen.

Highlines sind Slacklines, die in einigen Metern bis zu mehreren Metern Höhe – in einer Höhe in der das Abspringen nicht mehr möglich ist – gespannt werden. Das Laufen von Highlines ist also die ganz hohe Kunst des Slacklinings. Neben der Fähigkeit, das Gleichgewicht zu halten, kommt auf der Highline über dem tiefen Abgrund auch noch die psychische Herausforderung hinzu. Slackliner werden auch Highlines meist durch einen Klettergurt und eine an der Line befestigte Sicherungsschlinge gesichert.

Stephan Siegrist balanciert in 5.700 Metern Höhe

Mammut/Thomas Senf

Die meisten Menschen sind froh, wenn sie in einer Höhe von 5.700 Metern beim Blick in den Abgrund überhaupt noch gegen den Schwindel ankämpfen können. Der Schweizer Stephan Siegrist ist in dieser Höhe jetzt erfolgreich über eine nur wenige Zentimeter breite Slackline balanciert – noch nie ist es jemanden gelungen, in einer so großen Höhe eine Highline zu gehen.

Der bisherige Weltrekord für die höchste Highline lag bei 5.322 Metern und wurde im vergangenen Jahr vom ungarischen Extremsportler Bence Kerekes im Himalaya aufgestellt. Stephan Siegrist überbot diesen Rekord nun um mehrere hundert Meter.

Veröffentlicht am 01. August 2016