Im Jahr 1996 brachen mehrere kommerzielle Expeditionen zum Gipfel des Mount Everest auf. Auf ihrem Weg zum höchsten Berg der Welt wurden sie von einem extremen Schneesturm überrascht und mussten um ihr Leben kämpfen. Acht Bergsteiger überlebten den Sturm nicht, viele andere erlitten schlimme Erfrierungen. Der isländische Regisseur Balthasar Kormákur hat das Bergdrama nun verfilmt. Der Film „Everest“ startet am 17. September in den Kinos.

Mitte der neunziger Jahre: Doug Hansen, der eigentlich als Postbote arbeitet, und der depressive Millionär Beck Weathers wollen mit sechs anderen Bergsteigern den Mount Everest bezwingen. Erfahrung im Bergsteigen haben sie nicht viel, aber das ist kein Problem, schließlich gibt es mittlerweile Firmen, die sich darauf spezialisiert haben, auch Kunden mit wenig Erfahrung auf den Berg zu bringen. Die Kommerzialisierung der geführten Expeditionen nimmt in der Tat extreme Ausmaße an – jeder, der gewillt ist, 65.000 Dollar zu zahlen und ein wenig Kondition mitbringt, darf an der Expedition teilnehmen. Doch schon während der Akklimatisierungsphase zeigt sich, dass der texanische Millionär Weathers völlig überfordert ist. Auch im Basislager herrscht eher ausgelassene Partystimmung als professionelle Vorbereitung auf den Gipfelsturm. An jenem verhängnisvollen Tag wollen 34 Leute auf den Gipfel, aufgrund von mangelnden Absprachen kommt es an Schlüsselstellen zu längeren Wartezeiten und dann zieht auch noch ein Sturm auf und die Nacht bricht ein….



Der Film von Baltasar Kormákur basiert auf wahren Ereignissen. Vor Fast 20 Jahren gerieten der Amerikaner Beck Weathers und rund dreißig weitere Bergsteiger am Mount Everest in einen Schneesturm.  Acht Menschen verloren an jenem Tag am höchsten Berg der Welt ihr Leben – dies war die bis dahin schlimmste Katastrophe in der Geschichte des Mount Everest. Beck Weathers fiel damals in ein hypothermisches Koma und lag mehrere Stunden bewusstlos im Eis. Die anderen Expeditionsteilnehmer hielten ihn für tot und ließen ihn zurück. Schließlich erwachte er und es gelang ihm, mit letzter Kraft alleine ins Lager zu laufen.

Auch der bekannte US-Journalist Jon Krakauer war an diesem schicksalshaften Tag im Himalaya, er sollte für ein Magazin eine Reportage über die Kommerzialisierung des Bergsteigens verfassen. Fast hätte er seine Teilnahme an der Everest-Expedition mit dem Leben bezahlt. Krakauer überlebte das Unglück nur knapp und verarbeitete seine traumatischen Erfahrungen in seinem Bestseller „In eisigen Höhen“.

Bis heute starben mehr als 250 Menschen am Mount Everest. Der Film „Everest“ setzt nun acht von ihnen ein Denkmal und macht die Todeszone auch für die Kinobesucher erlebbar. Die Drama mit Josh Brolin, Jason Clarke und Jake Gyllenhaal wurden zu großen Teilen in Nepal und den italienischen Alpen gedreht und herausgekommen sind einige beeindruckende, glaubhafte Bilder.