Die Nationalparks bieten aufgrund ihrer Eigenschaften überzeugende Voraussetzungen für inspirierende Wanderungen und Bergsportaktivitäten. Dafür sorgen großzügige Räume, ungestörte Ruhe und eine romantische, oftmals sehr ursprüngliche Landschaft mit einer intakten Natur. In den 16 deutschen Nationalparks haben zahlreiche seltene Tiere und Pflanzen einen geschützten Lebensraum.

Nationalparks dienen nicht nur Naturfreunden als willkommene Besonderheit, sie erfüllen auch mehrere Funktionen. Dabei geht es um die Aufrechterhaltung bestehender Ökosysteme und den Artenschutz für Fauna und Flora. Außerdem dienen die Nationalparks Forschungs- und Bildungszwecken. Diese Vorhaben sind in Rechtsnormen niedergelegt. Danach muss der besondere Status von Nationalparks sowohl bei staatlichen Gebietsplanungen als auch beim Aufenthalt durch Privatpersonen gebührend berücksichtigt werden. Alle vorgestellten Nationalparks könnt ihr auf dem üblichen Verkehrsweg gut erreichen.

Wir stellen euch sechs ausgesuchte Highlights in Deutschland vor, mit Wohlfühlgarantie (nicht nur) für aktive Naturliebhaber und Wanderer:

Nationalpark in Sachsen – Sächsische Schweiz

Akzentvolle, bizarre Felsformationen aus Sandstein bilden optisch einen imponierenden Höhepunkt in diesem herrlichen Nationalpark. Romantische Flusstäler ziehen natürliche Grenzen durch ausdrucksstarke Waldgebiete. Hin und wieder tauschen idyllische Örtchen auf. Die sächsische Schweiz mit einer Fläche von 9.350 Hektar hat schon für zahlreiche Maler Motive gebildet und gilt als eines der schönsten Naturgebiete Deutschlands. Einladende Wanderwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden ermöglichen eindrucksvolle Touren. Auch wer gerne klettert, kommt dort auf seine Kosten. Ihr könnt in diesem abwechslungsreichen Nationalpark des Elbsandsteingebirges eine wilde Landschaft abseits jeglicher Störfaktoren genießen. Einen schwindelerregenden Blick von der mehr als 190 Meter hohen Basteibrücke erlauben sich zahlreiche Wanderer  auf diesem viel besuchten Aussichtspunkt.

Nationalpark Berchtesgaden in Bayern

Majestätisch ragt der Watzmann über den Königssee und in den Himmel. Viele kennen diese bayerische Region als Ferien- und Urlaubsgebiet mit guten Ausflugs- und Besichtigungsmöglichkeiten. Der Nationalpark Berchtesgaden verfügt mit 20.804 Hektar Ausdehnung aber ebenfalls über hervorragende Aktionsmöglichkeiten für Wanderer und Bergsportfreunde. Im einzigen Alpen-Nationalpark Deutschlands befinden sich zahlreiche Gämsen, Alpen-Steinböcke und Murmeltiere sowie Hirsche, Rehe und Schneehasen. Sogar Steinadler sind hier heimisch. 51 Tal- und Bergwanderwege verbinden hier euren Freizeitsport mit malerischer Alpenromantik. Vorbei an Hütten, Almen und Seilbahnen führen die Wege teilweise bis zu eindrucksvollen Gipfellagen mit einem traumhaften Panoramaausblick. Hier warten auch zahlreiche mehrtägige Wanderungen verschiedenster Ansprüche auf euch.

Der Nationalpark Harz

Viele Gewässer prägen den Nationalpark Harz mit seinem Flüssen, Mooren und Wäldern auf 24.732 Hektar Gesamtfläche. Der Brocken stellt das Quellgebiet für zahlreiche Flüsse wie Oder, Bode oder Ilse dar, die dort ihren natürlichen Verlauf nehmen. Der Nationalpark übergreift die Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Unter den gut ausgeschilderten Wanderruten befinden sich auch fünf interessante Themenwanderwege. Darunter wurden die Kästeklippentour sowie die Luchstour bereits als Premiumwanderwege ausgezeichnet. Eine Wanderung auf den 1141 Meter hohen Brocken reizt fast alle Wanderer in diesem Gebiet. Dort erwarten euch nicht nur beachtliche Bergfichten, sondern – bei entsprechendem Wetter eine grandose Aussicht vom Gipfel aus: hier könnt ihr bis zum Rothaargebirge und zur Rhön schauen. Seit einigen Jahren befinden sich im Harz wieder Luchse, die dort angesiedelt wurden.

Nationalpark Hainich in Thüringen

Eine Wanderung über den Baumkronen erwartet euch im 7.513 Hektar großen Thüringer Nationalpark Hainich östlich der Werra. In luftiger Höhe führt euch der Weg über die Wipfel in einem sonst unzugänglichen Bereich des Parks. Dabei ergibt sich eine einzigartige Übersicht über weite Teile des Nationalparks. Spechte und Fledermäuse können ihr dabei gelegentlich in über 40 Metern Höhe aus nächster Nähe betrachten. Einen bleibenden Eindruck hinterlassen auch Wanderungen auf dem Erlebnispfad Brunstal sowie entlang des Naturpfads Thiemsburg. Ebenso reizvoll sind Wanderungen auf dem Feensteig sowie dem Erlebnispfad Silberborn. Der Nationalpark Hainich ist reich an Heilpflanzen und Pilzen. Der Hainich gilt als das deutschlandweit größte zusammenhängende Laubwaldgebiet.

Nationalpark Kellerwald-Edersee

Über einen großen Reichtum an Wäldern verfügt auch der hessische Nationalpark Kellerwald-Edersee mit einer Fläche von 5.724 Hektar. Auffällig ist der besonders ausgeprägte Buchenbestand. Die zahlreichen Rundwege sind mit Tier- und Pflanzensymbolen versehen. Durch urwaldähnliches Gebiet führt der Urwaldsteig Edersee. Dieses Waldgebiet zählt seit dem Jahr 2011 zur UNESCO Weltkulturerbestätte „Buchenurwälder in den Karpaten und alte Buchenwälder in Deutschland“. Der Edersee ist von steilen Hängen eingerahmt. Mit 624,4 Meter stellt der Traddelkopf mit einem dichten Rotbuchenbestand die höchste Erhebung des Nationalparks dar.

Nationalpark Bayerischer Wald

Der Nationalpark Bayerischer Wald nahe der tschechischen Grenze erfreut auf einer Fläche 24.217 Hektar Wander- und Tierfreunde gleichermaßen. Für Wanderer stehen sowohl Bergwanderwege als auch ansprechende Waldwanderrouten mit geringeren Anforderungsgraden zur Verfügung. Im ältesten deutschen Nationalpark erwartet euch eine imposante  Wildnis. In den Tierfreigehegen befindet sich eine Vielzahl heimischer Tiere. Von herrlichen Sonnenaufgängen bis zu Abendwanderungen mit Lagerfeuern ist hier alles geboten. Unzählige Vogelstimmen lassen die Frage nach den dazugehörigen Arten aufkommen. Ausdrucksstarke Wälder, Bäche, Seen und Gipfel können auf mehr als 300 Kilometern Wanderwegen erkundet werden. Mit 1453 Metern stellt der Große Rachel die höchste Erhebung des Nationalparks dar.