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Das neue Museum von Reinhold Messner

Kürzlich wurde in Südtirol das mittlerweile sechste Museum von Berglegende Reinhold Messner eröffnet.

Der Bau seines sechsten Museums habe sich für ihn wie die Besteigung eines 15. Achttausenders angefühlt, sagt Reinhold Messner, der ja bekanntermaßen auf den Gipfeln aller vierzehn höchsten Berge der Welt gestanden hat. Im Sommer wurde am Südtiroler Kronplatz in luftiger Höhe der letzte Standort seines Bergmuseum-Projekts eröffnet.

Südtirol ist seit diesem Sommer um eine Sehenswürdigkeit reicher. Dort wurde im Juli ein weiteres Messner-Museum eröffnet. Das Messner Mountain Museum Corones auf dem Hausberg von Bruneck ist bereits das sechste Museum von Reinhold Messner und Teil seines großen Bergprojekts. An fünf weiteren Standorten wurden in den vergangenen Jahren Museen errichtet, die zusammen ein großes Bergmuseum bilden, das den Besuchern den Alpinismus näherbringen soll. Immer wieder gab es aber auch Kritik an dem Projekt von Reinhold Messner, dem vorgeworfen wird, sich selbst ein Mausoleum errichtet und mit seinem „Disneyland“ die Südtiroler Kultur zerstört zu haben. Messner selbst lässt diese Kritik kalt, ihm gehe es vor allem darum die Alpingeschichte zu erzählen.

Auf dem Kronplatz wurde nun in 2.275 Metern Höhe das moderne Museum errichtet, das sich mit der Thematik „Fels, Klettern und Bergsteigen“ befasst. Neben zahlreichen Kunstwerken und Filmvorführungen, die sich allesamt mit dem Alpinismus auseinandersetzen, werden in den Räumlichkeiten auch Ausrüstungsstücke berühmter Bergsteiger, wie etwa Eispickel und Kletterhaken, ausgestellt. Das Museum in Corones soll laut Messner definitiv der letzte Teil des Projekts sein.

Entworfen wurde das Bauwerk von der britischen Stararchitektin Zaha Hadid und neben der Ausstellung ist vor allem das imposante Bergpanorama ein Highlight für alle Besucher. Das Messner Mountain Museum Corones ist von Juni bis Oktober sowie von Dezember bis April für Besucher geöffnet. Der Eintritt kostet 7 Euro, hinzu kommen die Kosten für das Liftticket, wenn man nicht bis hinauf zum Kronplatz wandern möchte.