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[Edit]1 Schneeschuh wandern
Schneeschuhwandern ermöglicht es durch idyllisch verschneite, unberührte Landschaften zu spazieren. Ob bergauf oder nur genießerisch durchs Flachland, mit der richtigen Ausrüstung und Technik ist fast alles möglich.
[Edit]1.1 Ausrüstung
Um der winterlichen Landschaft gewappnet zu sein, empfiehlt es sich eine geeignete Ausrüstung zu beschaffen und sich ausreichend auf die Tour vorzubereiten.
[Edit]1.1.1 Schneeschuhe
[Edit]1.1.1.1 Typen
Je nach Bauart und verwendetem Material unterscheidet man drei Typen von Schneeschuhen.
[Edit]1.1.1.1.1 Originals
Schon vor langer Zeit eingesetzt wurde diese erste Art von Schneeschuh, die aus einem gebogenen Holzriemen, der hinten zusammengebunden wurde, bestand und mit Leder bespannt war. Einsatzgebiet dieses Schuhes war hauptsächlich in frischem, tiefem Schnee in flachem Gelände.
[Edit]1.1.1.1.2 Classics
In Anlehnung an den Original wurde der Classic entworfen, der sich jedoch moderner Werkstoffe bedient. So besteht der Riemen aus Aluminium und wird mit Kunststoff bespannt. Unter der Frontpartie befinden sich Harscheisen die ein begehen von steileren Partien bei hartem Schnee erleichtern.
[Edit]1.1.1.1.3 Moderns
Diese Art wird vorwiegend in alpinem Gelände verwendet. Der aus flexiblem Kunststoff gefertigte Schuh lässt sich über eine fixe Bindung anschnallen und verfügt über sehr gut greifende Harscheisen. Moderns lassen sich vor allem für harten Schnee und steile Touren einsetzen, sind aufgrund ihrer relativ kleinen Auflagefläche jedoch nicht besonders für weichen Tiefschnee geeignet.
[Edit]1.1.1.2 Auswahl
Bei der Wahl eines Schneeschuhs sollte man einige Kriterien wie Einsatzgebiet, Größe, Gewicht, Bindung und eventuelle Notwenigkeit von Harscheisen oder Steighilfen, beachten.
Eisatzgebiet
Je nachdem in welches Gelände, d.h. tiefer Schnee in flachem Gelände oder harter Schnee in steilerem Gelände, etc. man sich auf seiner Wanderung begibt, sollten verschiedene Modelle gewählt werden um ein sicheres und erfolgreiches Vorankommen zu ermöglichen.
Größe
Bei Schneeschuhen richtet sich die richtige Größe nach dem Gewicht des Wandernden (inkl. Gepäck), der Schrittlänge und auch nach dem Verwendungszweck.
Gewicht
Um das Vorankommen nicht unnötig zu erschweren sollte auf ein passendes Verhältnis von Körpergewicht und Gewicht des Schuhes geachtet werden, wobei stabilere Materialien leider meist schwerer sind.
Bindung
Es lassen sich allerlei Bindungstypen unterscheiden: Ratschenbindungen, Kipphebelbindungen, Riemenbindungen und auch Snowboardbindungen. Wichtig ist eine leichte Handhabung auch unter Verwendung von Handschuhen.
[Edit]1.1.2 Schuhe
Generell ist kein besonderer Schuh erforderlich, jedoch sollte ein wasserdichter, wärmender Schuh mit steifer Sohle gewählt werden, der eventuell auch mit den Steigeisen kompatibel ist.
[Edit]1.1.3 Stöcke
Um leichter ausbalancieren zu können empfiehlt es sich Stöcke mitzuführen, die vor allem auch beim Abstieg eine Hilfe sein können. Große Teller verhindern das zu tiefe Einsinken des Stockes.
[Edit]1.1.4 Lawinenschutz
Um im Falle eines Lawinenabganges vorbereitet zu sein, sollte ein LVS (Lawinenverschüttetensuchgerät), sowie eine Lawinenschaufel und –sonde mitgeführt werden.
[Edit]1.1.5 Sonstiges
Bei der Wahl der Kleidung ist darauf zu achten, dass es sich möglichst um warme und wasserdichte Stücke handelt. Wahlweise können Gamaschen eingesetzt werden, um das Eindringen von Schnee in den Schuh zu vermeiden.
[Edit]1.2 Schritttechniken
Unterschiedliches Gelände erfordert Gehen in verschiedenen Techniken, so ergeben sich mehrere Schrittmöglichkeiten.
[Edit]1.2.1 Step-by-Step
Auch als normales Gehen bezeichnet, werden beim Step-by-Step gehen die Schritte gleichmäßig parallel in ebenes Gelände gesetzt. Je nach Schuhtyp und somit Schuhbreite ergibt sich eine breitere oder schmälere Gehweise.
[Edit]1.2.2 Duck-Step
Um steiles Gelände zu bewältigen bietet sich der Duck-Step an, wobei man die Schuhe V-förmig absetzt. So vermeidet man sich selbst auf die Schuhe zu treten und kann nach steigender Steilheit das V breiter ansetzten. Fest Auftreten gewährleistet das sichere Greifen der Harscheisen.
[Edit]1.2.3 Kick-Step
In sehr steilen Hängen empfiehlt es sich die Seitenschritt-Technik zu verwenden. Dabei steigt man mit aufrechtem Oberkörper, rechtwinklig zum Hang, in Hangrichtung blickend auf.
[Edit]1.2.4 Line-Step
Um einen Hang serpentinenförmig zu erklimmen, kann man sich die Line-Step Technik zu Nutze machen. Dabei setzt man parallel zum Hang einen Fuß vor den anderen. Um Kraft zu sparen kann man die S-Kurven möglichst langgezogen ausführen.
[Edit]1.2.5 Glide-Step
In weichem Schnee ist es möglich sich beim Bergabgehen des Glide-Schrittes zu bedienen. Dabei lässt man sich mit leicht angewinkelten Knien, in leichter Rückenlage mit seinem ganzen Gewicht in die Schuhe fallen, wodurch man ohne Kraftaufwand ein Stück gleitet.
Bei hartem Schnee ist dies leider nicht möglich und man muss sich mit kleinen, festen Tritten fortbewegen.
