Der Comer See gilt als der drittgrößte See Italiens und ist eingebettet inmitten hoher Berge, die teils steil aufragen. Rundherum liegen kleine, beschauliche Orte, in denen man herrlich seine Seele baumeln lassen kann. Wer am Wasser sportlich aktiv werden möchte, sollte eher in den Norden des Sees reisen, wo es deutlich windiger ist.

In der Region rund um den Comer See wird die wunderschöne Natur in Regionalparks geschützt. Die Flora und Fauna ist deshalb sehr artenreich. Einige Gattungen kommen sogar nur hier vor, wie etwa der Bergamasker Wiesenknopf, eine krautige Pflanze, die sich an steinigen Bachufern zwischen 700 m und 2.000 m wohlfühlt. Sie findet hier also ideale Bedingungen vor.

Mit einer Gesamtfläche von 146 km² gehört der Comer See zu den größten Seen in Italien. Seine Länge von 46 km ist beachtlich, ebenso seine tiefste Stelle mit 414 m. Er liegt in einem Zungenbecken des früheren Adda-Gletschers, der sich in zwei Arme teilte. So entstand seine unverwechselbare Form, ein umgekehrtes Y. Heute liegt an jedem Arm eine bezaubernde Stadt, nämlich zum einen Como und zum anderen Lecco. Die Adda durchfließt den „Lario“, wie ihn die Einheimischen nennen. Sie mündet in Colico in den See und verlässt ihn bei Lecco.

Bunte, historische Häuser säumen das Ufer des Comer Sees

iStockphoto.com/jimveilleux

An der Ostseite des Sees schmiegen sich kleine, bezaubernde Örtchen an die Berghänge, die hier teils sehr steil aufragen. Fährt man mit dem Auto von Lecco Richtung Colico muss man daher immer wieder Tunnel passieren. Auch eine Eisenbahnlinie verbindet die Orte am Ostufer miteinander.

Aktiv am und im Wasser

Der Norden des Sees ist sehr beliebt bei Wassersportlern, wie z. B. den Windsurfern, da hier fast täglich der Wind weht. Von den größeren Ortschaften wie Colico, Varenna oder Belláno fahren mehrmals täglich Ausflugsschiffe in benachbarte Orte oder auf die gegenüberliegende Seite. Immer wieder findet man entlang des Ufers Möglichkeiten zum Schwimmen. Vor allem in Dervio hat man viele Optionen, sich an den Strand zu legen und zu relaxen. Hier kann man auch in zahlreichen Cafés und Restaurants einkehren. Strände gibt es ebenso in Belláno, Mandello del Lario oder in Varenna. Von Abbadia Lariana kann man in mehreren Tagesetappen auf dem Wanderpfad „Sentiero del Viandante“ nach Colico wandern und dabei großartige Blicke auf den See und die Umgebung genießen.

Villen am See

Erfrischendes Wasser, schroffe und anmutige Berge, die teils über 2.000 m hoch sind, kleine und hübsche Örtchen, der Comer See ist eingebettet in eine Traumkulisse. Zudem ist hier das Klima recht mild und angenehm. Kein Wunder also, dass bereits zu früheren Zeiten Wohlhabende aus Nah und Fern hierher kamen, um sich ein nettes Plätzchen zu suchen und eine Villa mit hübschem Garten errichten zu lassen. Heute ist dies nicht viel anders, Berühmtheiten wie George Clooney oder Tom Cruise haben am See eine prächtige Villa erstanden und genießen ruhige Tage in einer herrlichen Umgebung. Viele Villen sind in Bellagio, jenem Ort, wo der Leccosee in den Comer See mündet. Sowohl am Westufer des Comer Sees als auch am Ostufer, in Varenna, gibt es zwei besonders schöne Villen zu besichtigen.

Villa Cipressi

Mehrere historische Gebäude, zwischen 1400 und 1800 errichtet, vereinigen sich in einem herrlichen Botanischen Garten. Dieser wurde auf mehreren Ebenen bis zum See hin angelegt. Die Lage ist einzigartig und der Ausblick großartig. Heute befindet sich in der Villa ein Hotel, in dem es sich hervorragend logieren lässt.