Am vergangenen Wochenende kam es an der Watzmann-Ostwand in den Berchtesgadener Alpen zu einem massiven Steinschlag. In der Wand am Königssee befanden sich zu diesem Zeitpunkt zwei Bergsteiger aus Nordbayern. Rund 300 Kubikmeter Geröll stürzten ins Tal hinab – die Bergsteiger hatten keine Chance auszuweichen, wurden von Steinen getroffen und verletzt. Einer der beiden Kletterer verlor das Bewusstsein.

Die beiden rund 50 Jahre alten Männer waren im Bereich des Berchtesgadener Weges am Watzmann, oberhalb des Schuttkares unterwegs und befanden sich gerade im Übergang zum Felsbereich, als sich plötzlich direkt über ihnen Felsen lösten und ins Tal donnerten. Zwar versuchten sie noch, sich in Sicherheit zu bringen, kamen jedoch nicht schnell genug aus der Steinschlagrinne.

Zu diesem Zeitpunkt befanden sich weitere Kletterer am Schuttkares, die nicht vom Felssturz betroffen waren und die Bergwacht alarmieren konnten. Die drei Zeugen stiegen zu den Verunglückten auf und leisteten erste Hilfe bis die Bergrettung eintraf. Beide Bergsteiger waren schwer verletzt und einer von ihnen hatte das Bewusstsein verloren. Die Bergwacht flog die Verletzten mit Hubschraubern aus. Da nach wie vor die Gefahr bestand, dass weitere Steinschläge folgen, wurden auch die Ersthelfer sowie die Einsatzkräfte mit dem Polizeihubschrauber aus der Gefahrenzone gebracht.

Nach aktuellem Sachstand ist ein Fremdverschulden ausgeschlossen. Die Bergsteiger hätten den Steinschlag nach dem derzeitigen Ermittlungsstand auch nicht vorhersehen können.