Schneeschuhwandern ist ein wunderbarer Sport, der keine Vorkenntnisse erfordert und prinzipiell für jeden erlernbar ist, egal ob Groß oder Klein. Zudem hat man während der Wanderung Gelegenheit, die traumhaft verschneiten Winterlandschaften zu bestaunen. Dennoch sind Touren mit Schneeschuhen etwas, worauf man sich auch körperlich vorbereiten muss – ebenso ist eine solide Ausrüstung erforderlich.

Für wen eignet sich das Schneeschuhwandern?

Schneeschuhwandern ist ein interessanter und gleichermaßen herausfordernder Sport. Daher ist es wichtig, die Grenzen seines Körpers zu kennen. Eine gute Grundkondition sollte man mitbringen, allerdings muss man auch kein Profisportler sein. Es versteht sich fast schon von selbst, dass das Wandern mit Schneeschuhen etwas anstrengender ist als normales Wandern: Gerade tieferer Schnee und unwegsames Terrain erfordern eine kräftige Beinmuskulatur. Daher ist es ratsam, sich schon einige Wochen vor dem ersten Ausflug vorzubereiten. Muskeltraining für Rumpf, Beine und Gesäß hilft dabei besonders gut. Auch schadet es nicht, die Kondition etwas zu verbessern, wie zum Beispiel durch Schwimmen, Joggen oder auch Radfahren. Beim Schneeschuhwandern profitiert der ganze Körper von einer Wanderung, denn das Herz-Kreislauf-System wird genauso gestärkt wie die ganzheitliche Muskulatur des Körpers.

Die richtige Ausrüstung für den Wintersport – was braucht man zum Schneeschuhwandern?

Zum Schneeschuhwandern wird dieselbe Winterkleidung benötigt, die man auch beim Skifahren oder Langlaufen tragen würde. Funktionsunterwäsche, Strümpfe oder eine Strumpfhose sowie eine wasserdichte Thermo-Hose und ein Fleece mit einer Funktionsjacke darüber sind ideal. Wichtig ist jedoch, dass alle Materialien möglichst atmungsaktiv sind und für eine gute Luftzirkulation sorgen. So kann Schweiß bei der Wanderung schnell nach außen abtransportiert werden und man fühlt sich auch nach einigen Stunden immer noch wohl in seiner Kleidung. Dazu sind Handschuhe, eine Mütze und unter Umständen eine Sonnenbrille für den Schutz vor der UV-Strahlung im Schnee wichtig.

Der wichtigste Bestandteil der Kleidung sind jedoch die Schneeschuhe selbst. Hier kommt es darauf an, in welchem Gelände man unterwegs sein möchte. Bei unterschiedlichem Terrain sind auch verschiedene Schuharten zu empfehlen. Ist man zum Beispiel in hartem Schnee oder sogar auf Eis unterwegs, so sollten die Schuhe über Seitenschienen oder spitze Stifte aus Stahl verfügen – diese bieten maximalen Halt. Plant man jedoch nur Touren auf flachem und relativ einfachem Terrain, dann sind ganz normale Schneeschuhe meist völlig ausreichend. Insbesondere für Anfänger genügen diese in der Regel absolut, bis man sich an kompliziertere Strecken wagt. Für eine Wanderung in steileren Gebieten sollte stets eine gute Stabilität durch die Schuhe gewährleistet sein, daher lohnt es sich in jedem Fall, lieber etwas mehr Geld auszugeben.

Was muss bei Schneeschuhen und Wanderstöcken alles beachtet werden?

Man sollte nicht vergessen, dass eine komplette Ausrüstung für die Wanderung schnell mehrere Kilos wiegen kann. Umso wichtiger ist es daher, dass die Schneeschuhe ein möglichst geringes Eigengewicht aufweisen, aber dennoch stabil, wasserdicht und vor allem komfortabel sind. Der Schneeschuh sollte dabei den Witterungsverhältnissen optimal angepasst sein und beispielsweise nicht bei jedem Schritt tief einsinken. Das kostet eine Menge Kraft und verdirbt schnell die Freude am Wandern. Achtet also daher am besten auf Modelle, bei denen Verlängerungen vorhanden sind. Hier ist eine Beratung im Fachhandel für Wintersport in jedem Fall hilfreich.

Um unterwegs die Balance in tieferem Schnee zu halten und hin und wieder etwas mehr Stabilität zu genießen, sind Schneestöcke ein wichtiges Zubehör, auf das man nicht verzichten sollte. Normale Skistöcke oder Nordic Walking Stöcke eignen sich hierfür nicht. Die Stöcke müssen zudem zur eigenen Körpergröße passen, denn dies kann die ganze Haltung beim Schneeschuhwandern maßgeblich beeinflussen. Ein an der unteren Seite angebrachter Schneeteller unterstützt dies ebenfalls.

Beim ersten Ausflug ist es wichtig, sich eine flache und möglichst einfache Strecke für den Wintersport herauszusuchen, auf der nicht unbedingt Tiefschnee liegt. Am besten zieht man mit mehreren Menschen gemeinsam als Gruppe los, um sich gegenseitig Tipps zu geben. Alternativ dazu kann man auch an einem Grundkurs teilnehmen und dort die wichtigsten Basiskenntnisse erlernen.

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Veröffentlicht am 04. Januar 2016