Die Planung eines Familienurlaubes richtet sich im besten Fall nach den Bedürfnissen aller Mitreisenden. Schließlich sollen nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen während der Reise Entspannung und Abwechslung genießen können. Bei der Planung des nächsten Urlaubes steht hierbei nicht nur das Reiseziel selbst im Fokus, sondern auch die Urlaubsart. Während Hotelurlaub und Urlaub in Ferienwohnungen nach wie vor sehr beliebt sind, entscheiden sich laut einer Statistik immerhin sechs Prozent aller Urlauber für eine Campingreise. Auch für Familien mit Kindern kann Camping eine willkommene Abwechslung darstellen, denn ein Aufenthalt in der Natur ist insbesondere für Kinder vorteilhaft.

Natur-Urlaube fördern die kindliche Entwicklung

Kinder von heute sind bei Weitem nicht mehr so häufig in der Natur, wie es noch vor einigen Jahren der Fall war. Das Leben in Städten, aber auch die fortschreitende Technologisierung des Alltags lässt Kinder einen Großteil ihrer Zeit in Innenräumen verbringen. Dies  hat jedoch nicht nur Vorteile, denn die Natur ist für eine gesunde Entwicklung ein entscheidender Faktor.

„Die Gegenwart der Natur, das Spiel in ihr sind relevant für die Befriedigung der emotionalen, aber auch der kognitiven Bedürfnisse heranwachsender Menschen. Wird ihnen die Freiheit verwehrt, unkontrolliert von Erwachsenen in einer von selbst gewordenen – nicht einer künstlich gefertigten – Welt Erfahrungen zu machen, können Kinder zentrale Fertigkeiten nur sehr schwer entfalten. Ohne die Nähe zu Pflanzen und Tieren verkümmert ihre emotionale Bindungsfähigkeit, schwinden Empathie, Fantasie, Kreativität und Lebensfreude.“

(Quelle: geo.de)

Eltern, die während des gewöhnlichen Alltages nur wenig Zeit haben, um ihren Kindern die Natur und ihre Besonderheiten näherzubringen, können dies während eines Campingurlaubes in der Natur effektiv nachholen. So ersetzt der Urlaub zwar nicht die regelmäßige Bewegung an der frischen Luft, er kann jedoch Familien die Chance geben, die Natur während ihrer Reise intensiver wahrzunehmen. Außerdem finden Kinder auf einem Campingplatz häufig schon am ersten Tag neue Freunde, mit denen sie die nähere Umgebung erkunden können. Für Eltern ergibt sich daraus die Möglichkeit, während der Reise ein wenig Zweisamkeit und Entspannung genießen zu können. Für die gemeinsame Familienzeit bieten sich dann Aktivitäten wie Wandern, Radfahren oder auch Sightseeing rund um den Campingplatz an.

Die Campingausrüstung für den Urlaub mit Kindern

Ein Campingurlaub ist selbstverständlich ein ganz anderes Projekt, als ein Aufenthalt in einem rundum ausgestatteten Hotel. Auch wenn ein guter Campingplatz ausgewählt wird, kommt es bei dieser Urlaubsart vor allem auf die Selbstversorgung ganz ohne moderne Einflüsse an. Für Kinder und Eltern kann das gleichermaßen interessant und inspirierend sein, denn ein Abendessen, das auf dem Lagerfeuer oder mit dem Campingkocher zubereitet wurde, schmeckt nach einem langen Tag in der Natur umso besser. Doch auch das Schlafen in der Natur und der ständige Kontakt mit frischer Luft und dem Wetter rufen besonderen Ausrüstungsbedarf auf den Plan.

Auch die tägliche Ernährung bietet während des Campings abenteuerliche Aspekte

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So sollten Eltern beim Packen der Campingausrüstung unter anderem auf folgende Dinge achten:

  • Wetterfeste Kleidung für Sonne, Regen, kalte und warme Tage,
  • Taschenlampen für die Nacht,
  • Isomatten oder aufblasbare Schlafmatratzen,
  • Hygieneutensilien wie Desinfektionsspray und -tücher,
  • eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit Mückenschutz, Pflastern und allerlei Notfallmedikamenten.

Für die Zubereitung der Mahlzeiten empfiehlt sich außerdem das Mitnehmen des bereits erwähnten Campingkochers, von ausreichend Töpfen und Geschirrteilen sowie Besteck. Reist ein Baby mit, sollten selbstverständlich auch Gläschen und genügend Milchnahrung mit auf Reisen genommen werden. Es ist auch sinnvoll, ein Töpfchen mitzunehmen, falls das eigene Kind gerade seine ersten Tage und Nächte ohne Windel verbringt.

Der richtige Campingplatz für den Familienurlaub

Camping ist heute in vielen attraktiven Urlaubsländern möglich. Nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern auch in Spanien, Italien, Österreich oder Kroatien verbringen daher zahlreiche Familien ihren Campingurlaub. Ist die Entscheidung für das Urlaubsland gefallen, sollten Familien sich überlegen, welche Form des Campings für sie am geeignetsten ist. So ist das Schlafen im Zelt für Familien mit älteren Kindern eine abenteuerliche Erfahrung, mit einem noch sehr kleinen und häufig schreienden Baby jedoch weniger zu empfehlen. In diesem Fall lohnt es sich, alternative Lösungen für eine Campingunterkunft zu wählen. Laut vacanceselect.com bieten sich dann nicht nur Mobilheime, sondern auch kleine Ferienhäuser und Lodgezelte an. Wer auf großen Luxus nicht verzichten möchte, kann auch dem neuen Trend „Glamping“ folgen. Hier unterscheiden sich die Unterkünfte in ihrer Form deutlich von einem einfachen Zelt (stellenweise gibt es Zelte mit Dielenboden und Badewanne), weswegen der Campingurlaub dann mit etwas mehr Komfort verbunden werden kann.

Urlaub im Zelt empfiehlt sich vor allem für Familien mit älteren Kindern

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Was die Auswahl des richtigen Campingplatzes für Familien betrifft, so sollte sich in der Nähe eine gute Einkaufsmöglichkeit für den täglichen und auch spontanen Bedarf befinden. Auch sanitäre Anlagen wie Duschen, Wickelplätze und Toiletten erleichtern die Körperhygiene nach einem langen Tag in der Natur. Es lohnt sich außerdem, vor der Reise den genauen Standort des eigenen Zeltes bestimmen zu können. Für Familien mit Kindern bieten sich vor allem schattige Plätze an. Und wer auf Urlaubskomfort nicht verzichten möchte, sollte nach Campingplätzen mit Swimmingpool, Kinderanimation und ausreichend Spielmöglichkeiten suchen.