Das Matterhorn galt lange als nicht besteigbarer Berg – bis es dem Briten Edward Whymper am 14. Juli 1865 zusammen mit drei Bergführern und drei anderen Engländern gelang, den Gipfel zu erreichen. Vor ihnen hatten schon viele versucht, den Gipfel des wohl markantesten Bergs der Schweizer Alpen zu erreichen. Immer wieder waren sie gescheitert. Über den Hörnligrat, die Schulter und streckenweise entlang der Nordwand gelang es der 7er-Seilschaft von Whymper schließlich den Berg zu bezwingen. Edward Whymper stand als erster auf dem Gipfel, gefolgt vom Bergführer Michel Croz (aus Chamonix), Reverend Charles Hudson, Lord Francis Douglas, Douglas Robert Hadow (alle drei kamen aus England) sowie dem Zermatter Bergführer Peter Taugwalder und seinem Sohn.

Doch nicht für alle beteiligten Bergsteiger, die auf dem Gipfel triumphiert hatten, endete die Erstbesteigung glücklich. Beim Abstieg kam es zur Tragödie, die nur drei Personen überlebten. Croz, Hadow, Hudson und Douglas führten die Seilschaft an, als sie noch oberhalb der sogenannten Schulter über die Nordwand mehr als 1.000 Meter abstürzten und tödlich verunglückten. Drei der Verunglückten wurden wenige Tage später tot auf dem Matterhorngletscher geborgen, die sterblichen Überreste von Lord Francis Douglas wurde bis zum heutigen Tag nicht gefunden. Edward Whymper, Peter Taugwalder und sein Sohn hingegen erreichten sicher das Tal und wurden für ihren Erfolg gefeiert.

Fortan strömten die Alpinisten und auch Touristen scharenweise nach Zermatt, um das majestätische Matterhorn zu sehen und zu besteigen. Triumph und Tragödie sind in den vergangenen 150 Jahren jedoch die Leitmotive des Berges geblieben. Jede Saison versuchen sich um die 3.000 Bergbegeisterte am Matterhorn – für viele endet dieser Versuch tödlich. Die hohe Zahl an Unglücken und Noteinsätzen am Berg bestätigt, dass das Matterhorn definitiv einer der schwierigsten Viertausender ist.

Das 150. Jubiläum der Matterhorn-Erstbesteigung wird das ganze Jahr mit diversen Veranstaltungen in Zermatt gefeiert. Für den Tag der Erstbesteigung hat die Gemeinde Zermatt einen Tag der Stille verordnet, an dem niemand auf den Gipfel steigen darf. So soll den mehr als 500 Toten, die der Berg in den letzten 150 Jahren gefordert hat, gedacht werden.

Am 14. Juli wird im Rahmen der Feierlichkeiten außerdem die neue Hörnlihütte eröffnet.